Wenn Sie etwas die Gegend erkunden wollen, ohne all zu weit zu fahren, bietet Ihnen die nächste Umgebung eine Anzahl von Sehenswürdigkeiten. Protaras und Agia Napa haben sehr eindrucksvolle Kirchenbauten und Museen zu bieten und für die Naturfreunde und Fotoprofis unter Ihnen ist das nahegelegene Capo Greko ein unbedingtes Muss. Etwas weiter hin befinden sich verschiedene Dörfer, wie Deryneia und Liopetri in den Sie die alten Traditionen und Häuser besichtigen können und auch sehen, wie die moderne Zeit auch hier in Zypern einiges verändert hat und es zu dem gemacht hat, was es heute ist.

Prophet Elias Kapelle

Bei der Erkundung des Touristengebietes von Protaras begegnet Ihnen die Kapelle des Propheten Elias.
Sie ist auf einem Granithügel mit fast senkrechten Hängen errichtet worden. Um zu der Kapelle zu gelangen, muss man eine steile Treppe mit 153 Stufen aus Stein erklimmen. Einmal oben angekommen hat man eine faszinierende Aussicht und natürlich ist dies einer der beliebtesten Orte, um den Sonnenuntergang zu erleben. Noch eindrucksvoller erscheint die Kapelle wenn sie bei Nacht angestrahlt wird. Obwohl erst in den achtziger Jahren wiederaufgebaut, ist das Innere der Kapelle mit seinen klassischen für die Griechische orthodoxe Kirche typischen Ikonen doch bemerkenswert eindrucksvoll. Außerhalb der Kirche befindet sich der Baum des Gedenkens, bei dem das Anbinden von etwas Persönlichem das Gedenken an einen geliebten Menschen symbolisiert. Die Kapelle befindet sich nur 2 Bushaltestellen entfernt in Richtung Protaras Zentrum.

Kap Greko

Das Kap Greko ist eine Landspitze an der Südost-Küste Zyperns, gelegen zwischen Ayia Napa und Protaras. Als geschützter Naturpark bietet Ihnen das Kap Greko fantastische Naturansichten. Im Naturpark findet man einige der schönsten Blumen, deren Anblick einen sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wandern, Fahrradfahren, Fischfang, Vögel beobachten und Tauchen sind nur einige der Aktivitäten, die sich im Naturpark Kap Greko anbieten. Das kristallklare Wasser zieht immer wieder Taucher zur Erkundung der Tiefen an den steilen Klippen an. Dieser Küstenbereich ist bei Tiefseefischern und Schnorchlern äußerst beliebt.
Die atemberaubende Aussicht vom Kap Greko ist ebenfalls einer der beliebtesten Stellen, um den Sonnenuntergang zu erleben.

Ayia Napa Kloster

Ayia Napa, einst ein kleines Fischerdorf, heute Hotspot der Clubszene, beheimatet eines der ältesten Bauwerke der Insel. Das bezaubernde mittelalterliche Kloster, welches “Der Heiligen der Wälder” gewidmet ist, befindet sich inmitten des Dorfes, umgeben von einer hohen Mauer. Dorf und Kirche verdanken ihren Namen dem altgriechischen Wort für „mit Büschen bewachsenes Tal“ („Napa“), welches einen Hinweis auf die Morphologie der Gegend in der Vergangenheit gibt. Errichtet um 1500 A.D. im Stile einer Burg ist das Kloster von Ayia Napa das bekannteste Wahrzeichen sowohl des Dorfes als auch der gesamten Umgegend. Das Kloster ist zum Teil unterirdisch als Höhle in den Felsen gehauen.

Die uralte abendländische Platane vor dem Südtor wird auf älter als 600 Jahre geschätzt.
Das Kloster wurde 1950 und 1978 restauriert. Es dient heute als Ökumenisches Konferenzzentrum für die Kirchen in Zypern und des Mittleren Ostens. Eine neuere 1994 errichtete Kirche, die sich etwas süd-westlich des Klosters befindet ist auch der Jungfrau Maria gewidmet.
Während der Sommermonate ist das Kloster von 09.30 bis 21.00h geöffnet und im Winter von 09.30 bis 15.00h.

Thalassa Museum (Meereskundemuseum)

Das Thalassa-Museum wurde im August 2005 eröffnet und wird von der Pierides-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Hellenischen Institut für die Erhaltung der Nautischen Tradition und der Tornaritis-Pierides-Stiftung für Meeresflora und-fauna geführt.

Das Museum befindet sich im Zentrum von Ayia Napa und bietet interessante Fakten und Anschauungsmaterial zum Thema „Meer“. Der Name des Museums leitet sich aus dem griechischen Wort „Θάλασσα“ her, welches ins Deutsche übersetzt „Meer“ bedeutet. Es ist das erste Museum seiner Art im gesamten Mittelmeerraum. Das Anliegen des Museums ist es u.a., seinen in- und ausländischen Besuchern die Funktion, Bedeutung und den Einfluss des Meeres auf die Geschichte Zyperns von der Urzeit bis in die Gegenwart zu verdeutlichen.

Das Museum ist ein dreistöckiges Gebäude aus Marmor, Onyx, Holz und Metall und bietet mit seiner Vogelperspektive einzigartige Eindrücke, die alle Sinne ansprechen. Es umfasst sechs Ebenen, wobei die Exponate auf vier verschiedene Arten präsentiert werden; zum einen in unterirdischen Schauvitrinen, über die die Museumsbesucher hinweglaufen können, zum anderen in modernen Standvitrinen, bzw. andere Exponate sind wiederum frei im Museum angeordnet, wobei wieder andere von der Decke hinunter hängen. Alle Exponate werden mit Faseroptiken beleuchtet.

Die Besucher werden mit audiovisuellen Panelen über die historischen Epochen der Insel informiert und können zypriotische Antiquitäten aus der Jungsteinzeit bis zur venezianischen Herrschaft (5000 v. Chr. Bis 5000 v. Chr.) bewundern. Zu den wichtigsten Exponaten gehört eine Verbundvase aus der Frühbronzezeit III (2100-1900 v. Chr.), ein spektakuläres Tonmodell eines Schiffes mit Matrosen und Kapitän der Cypro-Archaischen II-Periode (600-480 v. Chr.), vier rote mit Fischen dekorierte Figurenteller aus der klassischen und hellenistischen Zeit (475-30 v. Chr.); und die Nachbildung eines Papyrusfloßes aus Mesolithikum (9000 v.Chr.), welches zum Transport von vulkanischem Gesteinsglas verwendet wurde.

Das Hauptausstellungsstück des Museums ist das 1963 entdeckte Wrack der „Kyrenia II“. Im Jahre 1985 wurde eine originalgetreue Nachbildung des aus der Klassizistik (400 v. Chr.) stammenden historischen Schiffes von Kyrenia für wissenschaftliche Zwecke im Originalmaßstab erschaffen. Die Museumsbesucher haben die Gelegenheit, über einen eindrucksvollen Glaßfußboden laufend unter sich eine Rekonstruktion des historischen Schiffes zu bewundern, während zeitglich ein Dokumentarfilm über die Ausgrabungen, die das Schiff zu Tage gebracht haben und die nachfolgende Präservation, die in der heute besetzten Burg von Kyrenia ausgeführt wurde, abgespielt wird.

Das Museum beherbergt außerdem eine ansprechend gestaltete Cafeteria, einen Souvenirladen und ein Freiluft-Amphitheater, das der Gemeinde im Sommer zur Aufführung von Konzerten, Tanzvorführungen und anderen kulturellen Veranstaltungen dient. Eine Mehrzweckhalle für regelmäßig stattfindende Kulturveranstaltungen, Bildungsprogramme, Vorträge, Seminare und Workshops ergänzt den modernen städtischen Museumskomplex.

Die Makronissos-Gräber

Ayia Napa hat eine der interessantesten Entdeckungen hervorgebracht. Im Dorf Makronissos wurde eine altertümliche Begräbnisstätte entdeckt. In den Jahren 1989-90 hat die Stadtverwaltung von Agia Napa umfangreiche Ausgrabungsarbeiten an den in den Felsen gehauenen Gräbern, die seit 1872 das Ziel von illegalen Grabungen gewesen sind, befördert. Bis heute sind 19 Gräber ausgegraben worden sowie auch ein kleines Sanktuarium gen Osten und ein uralter Steinbruch neben dem Friedhof.
Die Gräber bestehen hauptsächlich aus einem Treppenweg, welcher hinunter zu einem rechteckigen Eingang führt. Die meisten der Kammern sind fast identisch miteinander. Die Toten wurden in Tonsärge gelegt, die ursprünglich mit 3 flachen Tonplatten bedeckt wurden. Die Gräben waren während der Hellenistischen Periode und der Römerzeit in Benutzung.
Die Makronissos-Gräber können täglich besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Dherynia Volkskundemuseum

Das Deryneia Volkskundemuseum vereint ein altes traditionelles Dorfhaus in der Dimitris Lipertis Straße 2 mit den gegenüberliegenden Ausstellungsräumen für traditionelle Berufe nebst Cafeteria.
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Zypriotischen Handwerksdienst begründet.
Die Innen und Außenbereiche mit den typischen traditionellen Wohnbereichen, Möbeln, Haushaltsgegenständen, Werkzeugen, Brunnen, etc. demonstrieren die Funktionalitäten in einem traditionellen zypriotischen Haushalt. Alle Ausstellungsstücke wurden freundlicherweise von Einwohnern aus Deryneia und den benachbarten Dörfern gespendet. Frau Margarita und Herr Barnabas Hadjiliassi, die die Hausherren des Museums sind, freuen sich auf Ihren Besuch und nehmen Sie gerne auf eine Führung durchs Museum mit. Im kleinen Hof des Hauses befindet sich u.a. ein traditioneller Backofen, in dem Frau Margarita ab und zu Brot und andere traditionelle Backwaren backt.
Herr und Frau Hadjiliassi haben das traditionelle Haus der Gemeinde zur Verfügung gestellt, in Erinnerung an Ihre 3 an einer seltenen Krankheit sehr früh verstorbenen Kinder. Das Haus steht außerdem unter Denkmalschutz und wurde von der Stadtverwaltung unter Aufsicht der Stadtplanungs- und Baubehörde renoviert. In den Ausstellungsräumen gegenüber sind die traditionellen Berufe der Region lebhaft dargestellt. Dort kann man auch für einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk verweilen oder diverse Speisen zu sich nehmen.

Liopetri Potamos Fischerrefugium

Das Dorf Liopetri befindet sich ebenfalls in der südwestlichen Ecke Zyperns, ca. 15 min. Fahrtzeit von Protaras. Es ist eins der lokalen Dörfer, die man, aufgrund der roten eisenhaltigen Erde ringsum, auch “Rote Dörfer” nennt. Ein Charakteristikum, das sich über alle Dörfer der Region erstreckt. Die Erde ist bekannt für ihre Fruchtbarkeit und bringt die besten Kartoffeln hervor.
Liopetri, das einst kleine Fischerdorf, bietet heute mit seinen verlassenen Minen und wilden Pflanzungen eine malerische Kulisse von natürlicher Schönheit.
Vom Fluss erhebt sich ein Felsen, den die Einheimischen “Karavopetra” nennen und neben dem eine Quelle mit trinkbarem Wasser entspringt. Das stille blaue Meer, der Wald und die Kapelle vom Heiligen Georg vereinen sich zu einem einzigartigen Landschaftsbild. Der Fluss wird aufgrund seiner Form seither schon immer von Amateur- und Berufsfischern sowie auch von Touristenbooten als natürliche Anlegebucht genutzt. Tagsüber flicken die Fischer dort ihre Netze, wohingegen sie am Abend in See stechen, um zu schauen, wer von ihnen den besten Fang macht.
In Liopetri kann man zudem die immer noch lebendige Tradition des Korbflechtens bewundern. Ebenso interessant für den Besucher sind die Überreste eines alten Venezianischen Wachturms sowie die Kirche der Jungfrau Maria aus dem 16. Jahrhundert und die Kirche des Heiligen Andronikos aus dem 15. Jahrhundert mit ihrer achteckigen Kuppel und den Wandmalereien.
Der Fluss von Liopetri mit seiner einzigartigen Kulisse ist für viele Jahre ursprünglich geblieben. Vor kurzem hat die Regierung und der Rat der Kommune ein genehmigtes Projekt zu seiner Aufwertung auf den Weg gebracht.

Kultur- und Informationszentrum von Famagusta

Das Kultur- und Informationszentrum für das besetzte Famagusta wurde in der Nähe der ehemaligen Strassensperre, an der seit 1974 alle Demonstrationen gegen die Besetzung von Famagusta und aller anderen besetzten Gebiete durch die türkische Armee stattgefunden haben.
Es gibt dort eine Aussichtsplattform an der sich Besucher Ferngläser kostenlos ausleihen können, um einen Blick auf das besetzte Famagusta und das Umland zu werfen. Auf Anfrage kann man im Kinosaal des Gebäudes auch einen Informationsfilm anschauen und kostenloses Informationsmaterial in deutscher Sprache erhalten. Touristen, Einheimische und Schulklassen strömen zu Hunderten zum Zentrum, um sich zu informieren. Viele Schulen haben das Zentrum in Ihrem akademischen Schulausflugsprogramm zur praktischen Untermauerung der Geschichtskenntnisse. Außerdem werden dort zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen als auch Ausstellungen (Fotografie, Malerei, Bildhauerei) abgehalten. Im Sommer finden diese meist in dem kleinen Amphitheater statt. Das Zentrum wir weiterhin auch für Seminare, Kongresse und Vorlesungen genutzt.

Meereshöhlen von Ayia Napa

Die Meereshöhlen von Ayia Napa befinden sich am Kap Greko. Die Höhlen sind durch das ewige Aufschlagen der Brandung an den Klippen über Millionen Jahre geformt worden. Alle, die sportlich, gut zu Fuß und wanderbegeistert sind, können eine kleine Klettertour bis hinunter zur Wasserkante wagen und an den Höhlen entlang wandern. In einige der Höhlen kann man auch hineingelangen. Für die begeisterten Fotografen unter Ihnen bieten sich sich dort zahlreiche Motive, schon allein durch die variantenreichen Landschaftsformungen, die zum Experimentieren mit der Kamera einladen. Natürlich erlebt man hier auch fantastische Sonnenuntergänge.

Achna Dam

25 km nord-westlich der Stadt Larnaka befinden sich das Gebiet des Dammes von Dasaki tis Achnas (Achnas Wäldchen), welcher im Frühling und Herbst als Zwischenrast für zahlreiche Wandervögel wie den Braunen Sichler, den Graufischer und die Flamingos dient.
Als teilweises Naturreservat beheimatet der Dam einer Anzahl von Fischarten wie Flusskrebse, Karpfen und Halbbrassen. Das Angeln ist an einer bestimmten Stelle des Dammes gestattet, jedoch müssen alle gefangenen Fische wieder ins Wasser geworfen werden. Der 1987 errichtete Damm hat eine Kapazität von 6,8 Millionen Kubikmetern. Am anderen Ende befindet sich der Lakeside Park Picknickplatz.

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